Sinuslift

SinossGraft Indikation V

Die Behandlung im Sinuslift wird als ein sehr zuverlässiges augmentatives Verfahren bewertet. Die Augmentation kann bevor ein Implantat gesetzt wird (zweizeitige Operation) oder gleichzeitig also zum Zeitpunkt der Implantatinsertion (einzeitige Operation) umgesetzt werden. Es wird vom internen Sinuslift (über die Alveole) und vom externen Sinuslift (über die faziale Kieferhöhlenwand) unterschieden. Die häufigste intraoperative Komplikation während der Sinusbodenaugmentation ist die Perforation der Schneider’schen Membran. In der Literatur wird von Perforationsraten von zwischen 14 und 56berichtet (Ardekian et al., 2006; Pikos, 2008, Proussaefs et al., 2004; Shlomi et al., 2004). Kommt es zu einer Perforation der Kieferhöhlenschleimhaut beim lateralen Sinuslift, so kann diese bspw. mit SinossFleece repariert werden, damit das Augmentationsmaterial eingebracht und der Eingriff erfolgreich abgeschlossen werden kann. Eine weitere Möglichkeit ist das Abdecken der Perforation mit einer resorbierbaren Kollagenmembran SinossMem.

Die Applikation einer SinossMem erhöht signifikant die Implantatüberlebensrate. SinossMem oder SinossFleece können ebenfalls verwendet werden, um eine perforierte Schneider’sche Membran während der Behandlung die Blutung zu stoppen und somit die Behandlung ohne Unterbrechung fortzusetzen. Die novadento Knochenersatzmaterialien SinossGraft und SinossInject werden als körpereigen anerkannt und in den natürlichen Remodelling-Prozess des Knochens eingebunden und vollständig abgebaut. Dem Eindringen von Blutplasma und Gewebeflüssigkeiten sowie der Anlagerung autologer Proteine dient die hohe interkonnektierende Porosität dieser Materialien. Nach einigen Monaten sind die die novadento Knochenaufbaumaterialien in der Regel durch vitalen Knochen ersetzt. Bedeutsam für den Erfolg ist die richtige Indikationsstellung. Eine Knochenaugmentation in den Kieferhöhlenboden hinein, eine Sinusbodenelevation, ist deshalb vielfach die Methode der Wahl. Voraussetzung für die einzeitige Vorgehensweise beim Sinuslift ist die Primärstabilität des eingepflanzten Implantats. Diese ist zu erwarten ab einer Restknochenhöhe von ca. 4-8 mm.
Zwei Methoden der Sinusaugmentation stehen zur Wahl:

1.Lateraler Zugang Sinuslift

Eine Form des Knochenaufbaus ist die Anhebung des Kieferhöhlenbogens, der so genannte Sinuslift (Sinusbodenaugmentation, Augmentation oder Elevation des Kieferhöhlenbodens). Bei zu geringem Knochenangebot im Oberkiefer kann die Kieferhöhle durch Einlagerung von Knochen bzw. Knochenersatzmaterial in die Kieferhöhle (Sinus maxillaris) angehoben werden. Sinuslift ist bei geringem Knochenangebot im Oberkieferseitenzahngebiet oft die einzige Möglichkeit, ausreichendes Knochenangebot für eine Implantatbehandlung und festsitzenden Zahnersatz zu schaffen. Zu schmale, flache Kiefer (Kieferkämme) oder atrophierte Kieferbereiche können durch entnommenen Eigenkochen und Knochenersatzmaterial aufgebaut werden. Das Knochenersatzmaterial muss in der Regel mehrere Monate einheilen. In dieser Zeit wird das Kochenersatzmaterial mit einer Membran bedeckt, damit sich eine stabile Knochensubstanz bilden kann. Erst danach werden die Implantate gesetzt. Bei großem Knochendefizit erfolgt der Knochenaufbau durch Entnahme von körpereigenem Gewebe.

SinossGraft 5.1

Eröffnung Sinus bei lateralem Zugang. Sicht auf die Schneider ́sche Membran

 Applikation SinossGraft

Applikation SinossGraft

Abdeckung Defekt mit SinossMem

Abdeckung Defekt mit SinossMem

2. Krestaler Zugang Sinuslift

Die indirekte Technik, der interne Sinuslift ist ein weitaus minimalinvasiveres und patientenschonenderes Verfahren zur Knochenaugmentation in der Kieferhöhle, bei dem der Kieferhöhlenboden über die Implantatbohrung angehoben wird. Die Perforation der Schneider’schen Membran kann beim internen Sinuslift durch das in die den Bohrstollen geschobenes SinossFleece und anschließende schonende Applikation des injizierbaren SinossInject vermieden werden. Das injizierbare nanokristalline Hydroxylapatit SinossInject in der Spritze und seinen volumenstabilen Eigenschaften ist aufgrund seiner einfachen Applikation ideal für eine Augmentation im Sinus und krestalem Zugang.

 Anheben der Schneider’sche Membran bei krestalem Zugang (schematische Darstellung)

Anheben der Schneider’sche Membran bei krestalem Zugang (schematische Darstellung)

 Auffüllen des Defektes mit injizierbarem SinossInject (schematische Darstellung)

Auffüllen des Defektes mit injizierbarem SinossInject (schematische Darstellung)

 Insertion Dental Implantat (schematische Darstellung)

Insertion Dental Implantat (schematische Darstellung)

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